Termine: 14- tägl. samstags 11:15 - 13:00 Uhr
03. Mai / 17. Mai / 31. Mai / 14. Juni / 28. Juni / 12. Juli / 26. Juli (Sommerfest)
02. August / 16. August / 30. August / 13. September / 27. September
Entstehung des Bottsand
Die Geschichte des Bottsandes Download-Flyer Bottsand begann vor über 150 Jahren am Ende eines sich vom Schönberger Strand nach Westen auffächernden fossilen Strandwallsystems. Durch Abtrag im Küstenvorfeld und küstenparallelem Transport dieses Materials vor allem bei Stürmen im Winterhalbjahr, bildete sich am Küstenvorsprung der Kolberger Heide als jüngstes Anlandungsgebiet der erste nach SW abknickende Haken des Bottsandes. Begünstigt durch den Bau des Wendtorfer Deiches (1880-1882), nach der verheerenden Sturmflut vom 12./13.November 1872, wuchs der Bottsand durch die Bildung neuer Haken etwa alle 10 Jahre schnell Richtung Südwesten. Der Bau einer Findlingsmole an der Hafeneinfahrt zur „Marina Wendtorf“ hat dieser Weiterentwicklung dann 1972 leider ein Ende gesetzt. Die durch den Nehrungshaken eingeschlossene Bottsandlagune, der "Bodden", hat windbedingt unterschiedliche Wasserstände, bei anhaltenden Westwindlagen aber auch ausgedehnte Sand- und Schlickwattflächen. So ist in den fast 200 Jahren eine natürliche, vielgestaltige Küstenlandschaft mit Dünen, Strandwällen, Trockenrasen, Salzrasen, Brachwasserröhrichten und einer großen Flachwasserlagune entstanden und erfreulicherweise auch bis heute erhalten geblieben. Ein Ausnahmefall an der heute durch Tourismus, Küstenschutzmaßnahmen und Landwirtschaft stark vom Menschen überformten Schleswig-Holsteinischen Ostseeküste.
Leitung: Vistar K. Andresen Tel. 0431-1284101 E-Mail: Info(at)NABU-Bottsand.de
Termine: Siehe oben
Wissenswertes über die Vogelbeobachtung
Erika Altmann unternimmt nach Vistar`s Vortrag mit den Teilnehmer/innen (und einem leistungsstarken Spektiv) einen Spaziergang zur nahe gelegenen Lagune. Auf dem Weg dorthin verteilt Erika Faltblätter über die im Schutzgebiet vorkommenden Pflanzen- und Brutvogelarten. Am Deichfuß entlang und an der Lagune angekommen, können die Naturfreunde die hier rastenden und nach Nahrung suchenden Schreitvögel wie z. B. Graureiher, oder auch Entenvögel wie Höckerschwan, Graugans, Brandgans, Stockente, Pfeifente, Krickente u.a.m. beobachten. Nicht selten lassen sich hier auch Greifvögel wie Turmfalke, Rohrweihe und der Seeadler aus Barsbek sehen. Die hier brütenden und ihre Jungen aufziehenden Bodenbrüter und Wasservögel gehören zur bevozugten Beute. Auch Watvogelarten wie z. B. Austernfischer, Säbelschnäbler, Goldregenpfeifer, Knutt, Sandregenpfeifer, Sanderling, Meerstrand-, Alpenstrand-, Flußufer- und Bruchwasserläufer, Rot- und Grünschenkel, Pfuhlschnepfe, Brachvogel, Kiebitz, Bekassine, Steinwälzer kommen zum Rasten und zur Nahrungsaufnahme auf ihrem Zug in die Winterquartiere oder zurück in ihre Brutgebiete zum Bottsander "Bodden". Auch zahlreiche Möwen- und Seeschwalbenarten (z. B. Zwerg-, Küsten-, Fluss- und Brandseeschwalbe) können bei höherem Wasserstand der Lagune auf der Jagd nach Fischen beobachtet werden. Die Seeschwalbe steht rüttelnd über dem Wasser und fängt ihre Beute stoßtauchend. Der Wasserstand ist ausschlaggebend für die Anzahl und Vielfalt der sich in/an der Lagune aufhaltenden Vögel. Im Frühjahr und Spätsommer sind während des Vogelzugs bei höherem Wasserstand der Lagune mehr Wasservögel wie Möwen, Enten- und Schreitvögel anzutreffen. Dagegen kann man bei Niedrigwasser und im Windwatt bis zu 2 Dtzd.(!) Watvogelarten (siehe oben) beobachten. Auf ihrem Speiseplan stehen Kleinfische, Krebstierchen wie Garnelen oder Strandkrabben, Insektenlarven und Wattwürmer. Die Nahrung des Austerfischers "Abhängig von der bevorzugten Nahrung des einzelnen A., hat der Schnabel eine etwas unterschiedliche Form. Im Wattboden oder Grünland nach Würmern stochernde Vögel besitzen spitze Pfriemschnäbel. Vögel mit stumpfen Hammerschnabel zertrümmern bevorzugt Muscheln; solche mit meißelartig abgeflachtem Schnabel öffnen Muscheln, indem sie den Schließmuskel zwischen beiden Schalenhälften durchtrennen".
Quelle: Steinbachs Gr. Vogelführer / Ulmer V.
Leitung: Erika Altmann, E-Mail: arenaria47(at)gmx.de