Was blüht denn da?
Die Vegetation des Bottsandes wurde 1995 untersucht. Es wurden 32 verschiedene Pflanzengesellschaften in Dünen, Trockenrasen, Flutrasen, Salzrasen, Brackwasser-röhricht und Brackwasserlagune festgestellt wurden. Neben 246 Gefäßpflanzen, darunter zahlreiche “Rote Liste”- Arten wie die vom Aussterben bedrohte Behaarte Dornmelde, konnten 52 Moos- und 30 Flechtenarten nachgewiesen werden. Nur wenige auffällige Pflanzenarten des Bottsandes können hier genannt werden, die früher auch noch zahlreich außerhalb der NSG Grenzen vorkamen, dort inzwischen fast völlig verschwunden sind. Nach zwischenzeitlichem starken Rückgang der Stranddistel im NSG durch Kaninchenfraß (der Zellsaft riecht stark nach Möhren!) gibt es heute durch Einzäunung der Pflanzen wieder 100 Exemplare dieser stark gefährdeten Art. Riesig sind die Bestände der gefährdeten Natternzunge, eines hellgrünen ursprünglichen Farnes, in fast allen feuchten und lichten Röhrichtniederungen. Der Bestand des Fleischfarbenen Knabenkrautes (2000 noch 769 Pflanzen) ist bedauerlicherweise nach Umbrechen des Standortes durch Wildschweine im zurückliegenden Winter auf nur noch 50 Pflanzen im Jahr 2004 zurückgegangen.
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