Es gibt viele Arbeiten von Wissen- schaftlern über die zahl- und arten-reichen niederen Tiere und Insekten des Bottsandes. Erwähnt werden soll hier die an übrigen Stränden äußerst selten
gewordene, stark gefährdete 20 mm große Meerstrand-Wolfsspinne. Im Spätsommer locken die Blüten von Meersenf und Strandastern zahlreich durchziehende Wanderschmetterlinge wie
Distelfalter, Tagpfauenauge und Admiral an. An den
Weidenröschen sind zu dieser Zeit häufig die großen, farbenprächtigen Raupen vom gefähr- deten Mittleren Weinschwärmer und vom Labkrautschwärmer zu finden. Von
der Gruppe der Amphibien gab es neben der Erdkröte noch bis Ende der 1970er Jahre regelmäßig die stark gefährdeten Kreuzkröten, die, extrem an Trockenheit
angepasst, sogar in den Dünen vorkamen. Ein neuer Einzelnachweis stammt vom Herbst 1999.
Von den Reptilien besiedelt die Waldeidechse zahlreich Dünen und Trockenrasen. Im Unterschied zu anderen Eidechsenarten sprengen ihre 8-10 Jungen schon vor oder während der
Geburt die Eihüllen und kommen daher lebend zur Welt. Bei den Säugetieren kommen von den Insektenfressern Igel und Maulwurf nur selten, Wald- und
Zwerg-spitzmäuse demgegenüber häufiger vor. Von den Mäuseartigen reicht das Spektrum von Wanderratte, Bisam, Scher-, Feld-, Erd-, Wald-, Gelbhalsmaus
bis hin zur Zwergmaus. Kaninchen und Feldhasen sind gut vertreten, wobei die Bestände durch Myxomatose bzw. Witterungseinflüsse Schwankungen
unterliegen. Als Fressfeinde der Brutvögel ziehen Füchse, Steinmarder, Iltisse, Hermeline und Mauswiesel immer wieder Junge auf dem Bottsand
groß. Ortsfremde Tiere dieser Arten wechseln regelmäßig von aussen auf den Bottsand, dazu auch Dachse, Marderhunde und 2003 sogar ein Baummarder. Rehe,
Damhirsche und Wildschweine sind seltene Gäste wie auch die am Strand rastenden Meeressäuger wie Kegelrobbe und
Seehund (1997/2004)
Quelle: Faltblatt NSG "Bottsand"
Die Bildergalerie benötigt mindestens Flash Version 9.0.28!
Bitte den aktuellen FlashPlayer installieren.